Zu viel Jargon, zu viele Abkürzungen. Was bedeutet das alles?

Mit unserem Kurzglossar der wichtigsten Begriffe des Revenue Managements können Sie Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen.

A

Analytische Marktsegmentierung

Ein auf Regeln basierter Prozess zur Entwicklung der optimalen Revenue Management-Segmentierung aus vorhandenen Reservierungsdaten, um die bestmögliche Grundlage für Forecasting und Optimierungen zu unterstützen und die wichtigsten Berichterstattungs- und Business Intelligence-Anforderungen der Organisation zu erfüllen.

Average Daily Rate (ADR)

Durchschnittlicher Zimmerpreis = Täglicher Zimmer-Isterlös / Gesamtzahl der verkauften Zimmer.

Durchschnittlicher Zimmerpreis

Ein mit dem englischen Begriff Average Daily Rate (ADR) synonymer Ausdruck.


B

Best Available Rate (BAR)

Die günstigste vertragsungebundene Rate, zu der Zimmer von allen Gästen gebucht werden können. Diese Rate kann sich mehrmals pro Woche, aber auch mehrmals pro Tag ändern.

Buchungsvorlauf

Der Zeitraum zwischen dem Buchungsdatum und dem Anreisedatum. Der Buchungsvorlauf wird als Bruchwert der innerhalb einer bestimmten Anzahl von Tagen im Voraus eingegangenen Buchungen ausgedrückt.

Business-Mix

Die Kombination verschiedener Marktsegmente, die die Zimmer eines Hotels belegen. Diese Kombination wird als Zahlenwert oder Prozentsatz der Belegung angegeben.

Geschäftstyp

Die Beschreibung eines Marktsegments als „Gruppe“ oder „individuell“. Die Analysemaschine des Systems muss verstehen, welchem Geschäftstyp das jeweilige Marktsegment angehört, damit sie weiß, ob mit auf einmal oder der Reihe nach eingehenden Buchungen zu rechnen ist.


 C

Channel-Management (CM)

Ermöglicht einem Hotel die Kontrolle der Zuteilung seines Zimmerbestands und seiner Raten auf allen Vertriebskanälen, einschl. Websites Dritter und des GDS.

Competitive Set

(Gruppe von Mitbewerberhotels) Vergleichbare Hotels in der Nähe des fraglichen Hotels, die ebenfalls um Gäste konkurrieren.

Eingeschränkte Nachfrage

Die Zahl der Zimmer, von deren Verkauf an einem bestimmten Datum ausgegangen wird. Berücksichtigt Beschränkungen wie die Hotelkapazität oder Buchungsrestriktionen.

Cost of Walk (COW)

Die mit dem Abweisen eines Gastes verbundenen Kosten, wenn das Hotel das zugesagte Zimmer nicht zur Verfügung stellen kann. Dies kann die Kosten des Hotelzimmers, Gastgeschenke und wahrscheinlich entgangene zukünftige Geschäftsmöglichkeiten beinhalten.


D – E

Tageselemente

Die Praxis, einen Tag in mehrere Abschnitte (Morgen, Mittagszeit, Nachmittag, Abend usw.) zu unterteilen, in denen im gleichen Veranstaltungsraum jeweils eine andere Besprechung oder Veranstaltung stattfinden kann.

Tage bis Anreise

Die Zahl der Tage vor einem Anreisedatum. Dieser Wert wird zur Messung bestimmter Informationen verwendet, z. B. des Buchungsvorlaufs, der Hotel-Performance und der Forecast-Performance.

Nachfrage

Das vom System für die Zukunft erwartete Geschäftsvolumen.

Verdrängungsanalyse

Eine Analyse eines Geschäfts (vornehmlich eines Gruppengeschäfts), die auf dem Gesamtwert des Geschäfts im Vergleich zum Individualgeschäft basiert, das „verdrängt“ werden würde, wenn die Transaktion vollzogen würde.


F

Fencing

(Angebotsdifferenzierung) Raten, mit deren Hilfe ein Hotel seinen Gästen verschiedene Optionen anbieten kann. Die Rate wird dadurch definiert, welche Restriktionen ein Gast zu akzeptieren bereit ist. Das sind z. B. nicht erstattungsfähige und nicht stornierbare Buchungen, im Voraus gebuchte und bezahlte Zimmer und Wochenendaufenthalte.

Forecast – Gruppe

Die vom System erwartete Gruppenbelegung.

Forecast – Individuell

Die vom System erwartete individuelle Belegung.

Forecasting-Modell

Die für die Vorhersage von Nachfrage, Belegung und Umsatz verwendeten statistischen Muster.

Freier Verkauf

Nur auf das Veranstaltungsgeschäft bezogene Restriktionen sind im Hotel selbst definierte Richtlinien, die sicherstellen sollen, dass für Gruppen innerhalb ihrer typischen Buchungsspanne genügend Platz vorhanden ist.

Full Pattern Length of Stay (FPLOS)

(Vollständige Aufenthaltsdauer) Ein Muster, das angibt, ob eine bestimmte Rate für das gewünschte Anreisedatum und die gewünschte Aufenthaltsdauer verfügbar ist.


G – H

Global Distribution System (GDS)

Umfassende Plattformen für das Einkaufen und Buchen von Reisediensten, die Reisebüros zum Reservieren von Flügen, Mietwagen, Hotels und für andere Reisevorkehrungen für ihre Kunden nutzen.

Gruppennachfrage

Das für ein bestimmtes Belegungsdatum erwartete Gruppengeschäft.

Gruppenpreisevaluierung

Ein Werkzeug, mit dem Benutzer Details einer potenziellen Gruppenreservierung eingeben, eine Analyse erstellen und die resultierenden Daten für die Auswahl des besten Anreisedatums und einer Rate verwenden können, die für das Hotel den größtmöglichen Nutzen zur Folge hat.

Group-Wash

Die Differenz zwischen der endgültigen Belegung einer Gruppe und dem maximalen Wert des Blocktempos oder des Pickup-Tempos.

Group-Wash nach Gruppe

Eine Systemfunktion, die Gruppengeschäftsdaten zur Verfügung stellt, einschl. des Belegungsdatums, der Zahl der blockierten Zimmer und des erwarteten Wash-Faktors. Außerdem ist dies der Ort, an dem die Benutzer den vom System erzeugten Gruppen-Wash überschreiben können.


I – K

KPI

Key Performance Indicators (Kennzahlen), z. B.: Average Daily Rate (ADR), Revenue per Available Room (RevPAR), Belegungsrate, Profits per Available Space Time (ProPAST), Profits per Occupied Space Time (ProPOST) und prozentuale Veranstaltungsraumauslastung.


L

Last Room Value (LRV)

(Wert des letzten Zimmers) Der maximale Zimmerertrag, den ein Hotel aus dem Verkauf des letzten verfügbaren Zimmers erwarten kann. Das System verwendet den LRV als Restriktionskontrolle für niedrige Raten während Zeiten mitgroßer Nachfrage; für Zeiten mit geringer Nachfrage stellt es alle Raten zur Verfügung.

Length of Stay (LOS)

(Aufenthaltsdauer) Die Zahl der Übernachtungen eines Gastes im Hotel. Dieser Wert ist auch die Differenz zwischen dem Abreisedatum und dem Anreisedatum.


 M

Marktsegment (MS)

Ein Teil der Kunden, die gemäß einer Reihe von Kaufmotivationen sowie einer Kombination von spezifischen Kaufverhaltensweisen (z. B. Vorverkauf gegenüber, Walk-in) und Verwendungsmustern (z. B. eine Nacht gegenüber wöchentlich) zusammengefasst werden können.

Marktsegment-Gruppe (MSG)

Marktsegmente, die nach Muster und Preis gruppiert werden.

Maximum Length of Stay (Max LOS)

(Maximale Aufenthaltsdauer) Eine Zimmerverfügbarkeits-Kontrollfunktion, welche die Zahl der Übernachtungen im Rahmen einer Reservierung bei Ankunft an einem bestimmten Datum begrenzt.

MICE

Abkürzung für „Meetings, Incentives, Conference & Exhibitions“ (Tagungen, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen). Wird im S&C-/Veranstaltungsmanagement verwendet.

Minimum Acceptable Rate (MAR)

(Akzeptable Mindestrate) Der niedrigste akzeptierte Betrag, mit der eine Gruppe belastet werden kann. Wird zur Berechnung der vorgeschlagenen Gruppenrate verwendet.

Minimum Length of Stay (Min LOS)

(Mindestaufenthaltsdauer) Eine Zimmerverfügbarkeits-Kontrollfunktion, die erfordert, dass eine Reservierung nur vorgenommen werden kann, wenn sie sich über eine bestimmte Aufenthaltsdauer erstreckt oder diese überschreitet.


N

New Hotel Service Success Package (NHSSP)

Ein Service, den IDeaS neuen Hotels anbietet, die das Revenue Management System oder das Forecasting Management System verwenden. Mit diesem Service können diese Hotels so schnell wie möglich Analysefunktionen anwenden, wenn die zur Entwicklung des Systems benötigten historischen Daten nicht zur Verfügung stehen.

No-Show

Der Fall, bei dem Kunden mit einer Reservierung ohne ausdrückliche Absage nicht erscheinen, um die für sie reservierten Zimmer zu belegen.


O

Occ

(Occupancy = Belegung) Ein Wert, der angibt, zu welchem prozentualen Anteil das Hotel voll ist. Belegung = Gesamtzahl der belegten Zimmer / Gesamtzahl der verfügbaren Zimmer x 100 (z. B. Belegung von 75 %).

Belegungsvorhersage

Die eingeschränkte Belegung, die das Hotel für einen bestimmten Zeitraum erwartungsgemäß verzeichnen wird. Dieser Wert kann entweder als eine bestimmte Anzahl von Zimmern oder als Prozentsatz der verfügbaren Zimmer ausgedrückt werden.

Optimierung

Die Verwendung von Forecast-Daten, Zimmerverfügbarkeitsinformationen, Rateninformationen, Konfigurationsinformationen und Benutzerinteraktionen, um die optimale Rate und die Kontrollentscheidungen für ein Hotel zu berechnen. BAR-Preis, Last Room Value, Forecasts und Überbuchungen sind das Endergebnis des Optimierungsprozesses.

Überbuchung

Die Praxis, mehr Zimmer zu verkaufen, als in einem Hotel physisch vorhanden sind, um Stornierungen und No-Shows kompensieren zu können. Das Ziel einer Überbuchung ist es, den Umsatz zu maximieren, indem man an jedem Tag eine nahezu 100-prozentige Belegung erreicht.


 P

ProPAST

(Profit per AVAILABLE space time = Gewinn pro verfügbarer Veranstaltungsraumzeitebene [bzw. Mahlzeitebene]).

ProPOST

(Profit per OCCUPIED space time = Gewinn pro belegter Veranstaltungsraumzeitebene [bzw. Mahlzeitebene]).


Q

Qualifizierte Rate

Eine Rate, für die ein Gast die nötige Qualifizierung aufweisen muss: eine Firmenrate für das Unternehmen, dem der Gast angehört, eine aufgrund einer Mitgliedschaft (z. B. im ADAC) verfügbare Rate, eine Rate im Rahmen einer Werbeaktion, für die bestimmte Buchungsbedingungen gelten, usw.


R

Verbleibende Nachfrage

Die vom System berechnete verbleibende uneingeschränkte Nachfrage für ein Anreisedatum in der Zukunft mit Wirkung vom Verarbeitungsdatum.

Reputationsintegration

Von Anbietern eines Online-Reputationsmanagements eingehender Datenstrom zur Beurteilung der Online-Reputation eines Hotels auf einem bestimmten Markt.

Reputations-Pricing

Ein wissenschaftliches Preisgestaltungsverfahren, das die Online-Reputation eines Hotels, Rezensionen von Gästen und Bewertungen in seine Revenue Management-Strategie einbezieht.

Revenue Generation Index

(Ertragserwirtschaftungsindex) Ein Index, der den Ertragsanteil eines Hotels auf seinem Markt misst.

Revenue Management System

Die von Hotels verwendete Softwareanwendung, die durch Verwaltung der Verfügbarkeit, der Zimmertypen, der (gegenwärtigen und historischen) Aufenthaltsmuster usw. die Nachfrage nach den verfügbaren Zimmern und deren Preis regelt, damit die Hotels einen maximalen Ertrag bzw. Gewinn erwirtschaften. 

Ertragsoptimierung

Ein logischer, disziplinierter Entscheidungsprozess zur Maximierung des unternehmensweiten Profits bei gleichzeitiger Risikoverwaltung zu aktuellen und angenommenen Marktkonditionen.

Revenue per Available Room (RevPAR)

(Ertrag pro verfügbarem Zimmer) RevPAR = täglicher Zimmerertrag / Gesamtzahl der verfügbaren Zimmer.

Zimmerblock

Eine Gruppe von Zimmern, die zur Vereinfachung von Planungs-, Verkaufs- oder anderen Verwaltungsaufgaben zu einem Block zusammengefa941
sst werden. Beispiele wären das Zusammenfassen von Zimmern mit einem gemeinsamen Festpreis, für einen einzigen Gast, über einen gemeinsamen Vertriebskanal, für eine Gruppe oder unter einem Belegschaftsteam, das die zu dem Block gehörenden Zimmer verwaltet oder betreut.

Zimmerklasse

Kategorien zum Gruppieren von Zimmertypen mit ähnlichen Werten.

Übernachtungen

Blockierte oder belegte Zimmer multipliziert mit der Zahl der Nächte, für die jedes Zimmer blockiert oder belegt ist.

Zimmertyp

Eine Reihe von Zimmern im Hotel mit einer bestimmten Gemeinsamkeit. Bei einem Zimmertyp kann es sich um eine Suite oder ein Einzelzimmer mit Doppelbett, Blick auf den Swimmingpool oder aufs Meer handeln. Ein Zimmer kann mehreren Zimmertypen angehören.


S

Semi-Yieldable Raten

Diese Raten können unverfügbar werden, aber nur, wenn der gleiche Zimmertyp oder die gleiche Aufenthaltsdauer für die BAR unverfügbar wird, z. B. Konten für das letzte verfügbare Zimmer (LRA).

Schulternächte

Nächte mit reduzierter Belegung vor und nach Nächten mit Spitzenbelegung.

Spezielles Ereignis

Ein Datum oder ein Satz zusammenhängender Daten, an denen dem Hotel kein normales Forecasting möglich ist, oder Zeiträume, in denen sich das Individualgeschäft vom normalen Betrieb unterscheidet.

System BAR

Die vom IDeaS-System für ein bestimmtes Belegungsdatum ausgewählte BAR-Entscheidung.

Systemüberschreibung

Bei einer Systemüberschreibung wird der vom System berechnete Nachfragewert durch einen vom Benutzer eingesetzten Wert ersetzt.


T

Gesamtertragsleistung

Die intelligente Kalibrierung der Nachfrage in allen Funktionsbereichen des Hotels, damit die übergreifenden Ziele des Unternehmens erreicht werden können. Dieser Begriff beschreibt die Fähigkeit, sofort und systematisch zu entscheiden, welche Geschäfte von mehreren Einnahmequellen unabhängig vom Zeitpunkt auf der Basis des für das Hotel größten Gesamtwerts akzeptiert werden sollten.

Individualgeschäft

Gäste, die einzeln und nicht mit einer Gruppe buchen.

Individuelle Nachfrage

Das von Marktsegmentgruppen für das Individualgeschäft zu erwartende Geschäftsvolumen.


U – V

Uneingeschränkte Nachfrage

Dies ist die weder von der Hotelkapazität noch von im Hotel geltenden Restriktionen eingeschränkte Nachfrage. Diese Nachfrage könnte verkauft werden, wenn das Hotel eine uneingeschränkte Anzahl an Zimmern zum Verkauf verfügbar hätte. Wird auch als „echte Nachfrage“ bezeichnet.

Tagesraten

Diese Raten bietet das Hotel Gästen an, für die keine vereinbarte Vertragsrate gilt und mit der keine Restriktionen oder Buchungsbedingungen verbunden sind.

Auslastung (Veranstaltungsraum)

Wird durch das Multiplizieren der verfügbaren Fläche mit der Zahl der auszuwertenden Tageselemente berechnet.


W

Wash

Der Unterschied zwischen einem Gruppenblock und dem vom Hotel erwarteten tatsächlichen Geschäftsvolumen.

Web BAR

Ein erweitertes BAR-Ergebnis, das bei der Berechnung der besten verfügbaren Rate Preisdaten konkurrierender Hotels berücksichtigt.

Webraten-Mitbewerber

Die definierten Mitbewerber eines Hotels, deren Raten von einem internetbasierten Raten-Shopping-Service bereitgestellt werden und die sich auf die Web-BAR auswirken. 

Web-Raten-Shopping

Ein internetbasierter Service, der Hotels Ratendaten ihrer Mitbewerber zur Verfügung stellt.


X – Z

Yield Management

Eine Reihe bestimmter Strategien, die zur Erwirtschaftung optimaler Erträge für Ressourcen mit eingeschränkten Kapazitäten beitragen. Das Kernkonzept des Yield Managements sieht vor, dass dem richtigen Kunden zum richtigen Zeitpunkt der richtige Service zum richtigen Preis bereitgestellt wird, indem das Verbraucherverhalten verstanden, vorhergesagt und beeinflusst wird.